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Motorräder, Entwicklung eines Hobbies

Stand: 11.04.2016

Express-Radex-125

Die Anfänge wurden früh gelegt! Hier sieht man mich auf einer Express Radex 125. Das Bild stammt aus dem Jahre 1958. Mit diesem Motorrad fuhr mein Großvater auf Montage. Mitte der 60er Jahre ging er in Rente und das gute Stück verstaubte in einer Scheune wo wir Kinder es zum Spielen nutzten. Mitte der 70er wanderte es dann auf den Schrott - welch ein Frevel (aus heutiger Sicht).

Das Motorrad dürfte Baujahr 1953~1955 sein. Motor: “Jlo” MG 125 EF; 122 ccm Einzylinder 2-Takt mit Doppelauslass und 6 PS, Vmax 75 km/h. Hier mit Sonderausstattung: “Jurisch”-Hinterradfederung und die Auspufftöpfe EXPRESS-havanna emailliert.

>> Datenblatt Express Radex 125<<
 

Von 1972 bis 1975 hatte ich natürlich ein Mofa, eine Minimoby - nagelneu. Nach 3 Monaten hatte ich bereits den Motor zerlegt und erfolgreich wieder zusammengesetzt. Später kam noch eine Ape-Lenker und ein Bonanzasattel dran; ach ja und ein “Fernlicht”, das aufgrund der geringen Leistung des Generators aber nicht wirklich in die Ferne schien. Leider habe ich kein einziges Bild von der Minimoby. :-(

Vespa PX 80
(seit 1983 mit 135 ccm Motor)

1982 bis 1986

Als Anfang der 80 Jahre die 80er Jahre Kleinkrafträder für Führerscheinklasse 3 zulässig wurden, hatte ich mir eine Vespa gekauft, um damit komfortabler und Parkplatz-sparender an die Bonner Uni zu kommen. Leider wurden die Teile schon kurz darauf so teuer in der Versicherung, dass die Kosten-/ Nutzenrechnung nicht mehr aufging.

Aus diesem Grunde wurden schnell Umbausätze für die Teile am Markt angeboten und so machte ich 1983 den Führerschein Klasse 1 nach und baute einen 135 ccm Zylinder und Kolben ein. Schon im ersten Jahr hatte ich Führerschein und Umbausatz kostenmäßig wieder raus. Die Vespa begleitete mich noch bis in meine Heidelberger Zeiten hinein. Da als kleiner Doktorand Geld und Zeit knapp waren (und ich auf meinen VW-Bus nicht verzichten wollte), habe ich sie dort verkauft und Zweirad-mäßig eine Weile pausiert.

Yamaha SR 250

1989 bis 1990

1989 bin ich wieder eingestiegen mit einer Yamaha SR250, die sich allerdings schnell als zu lahm herausstellte und in der nächsten Saison einer Yamaha XJ 550 weichen musste. Die XJ550 habe ich sechs Jahre lang gerne gefahren.

Yamaha XJ 550

1990 bis 1996

Suzuki VS 600 Intruder

1996 bis 1998

1996 wollte ich etwas Neues haben - einen Chopper. Probegefahren habe ich eine 800er Trude, die mir auch sofort zusagte. Der Händler überredete mich allerdings, eine 600er Trude zu nehmen, die seit zwei Jahren bei ihm mit Tageszulassung unmontiert in der Kiste stand. Das Teil konnte ich wirklich günstig bekommen und Gott sei Dank auch ohne großen Verlust später wieder verkaufen. Der 600er Motor war trotz offener Ansaugstutzen und 45 PS völlig untermotorisiert und mit der 800er nicht zu vergleichen. Man musste den Motor drehen, um überhaupt vorwärts zu kommen. So konnte sich kein Chopperfeeling entwickeln.
Aus privaten Gründen erfolgte leider wieder eine Zweiradpause.

Suzuki LS 650 Savage

2001 bis 2008

2002 bin ich dann mit einer LS650 SAVAGE wieder eingestiegen, die ich auch bis 2008 gefahren habe. Durch Hege und Aufzucht zweier Kinder hat sie in dieser Zeit allerdings nur sehr wenige Kilometer abbekommen.

BMW R100R Mystic

2008 bis 2010

Als die Kinder unabhängiger wurden, habe ich mich dafür mit einer BMW R100R Mystic belohnt: ein sehr schönes Teil, finde ich auch heute noch und wenn ich damals den Platz gehabt hätte, stünde sie sicher noch immer neben dem aktuellen Motorrad im Carport.

Kawasaki VN 900 Custom

2010 bis 2012

2010 juckte es mich wieder in den Fingern und ich benötigte etwas Veränderung. Es stand mir der Sinn nach einer echten Harley Davidson. Ich hatte mir schon einige schöne Modelle angesehen, allerdings landete man nach der benötigten Individualisierung schnell bei über 25.000,-€. Selbst eine “nackte” Fat Boy war schon bei 18.000,-€.
Per Zufall sah ich bei einem Kawasaki-Händler eine neue VN900 Custom im Schaufenster. Rein optisch kam sie der Fat Boy nahe, kostete aber nur die Hälfte. Ich habe mich dann für diese Maschine entschieden und habe noch einen seitlichen Kennzeichenhalten und eine Sissybar montieren lassen. Später kamen noch Lenkerendblinker, Sturzbügel und eine Modifizierung des Auspuffs durch die Fa. Sound-Control-Systems hinzu.

Kawasaki VN1700 Classic

Seit 03/2012     Benzinverbrauch

2012 war es wieder soweit. Ich brauchte wieder etwas Neues! Ausserdem wurde der 900er Motor meiner Custom in Foren und auf Treffen wegen fehlenden Hubraums immer immer als “Anlasser” bezeichnet. Also habe ich mich in eine VN1700 verguckt. Pünktlich zum Saisonstart konnte ich bei einem Händler in Mettmann eine VN1700 als Vorführmodell mit 1.500km auf dem Tacho finden. Zusätzlich bekam ich ein gutes Angebot für meine VN900 und so habe ich gleich zugeschlagen. Die VN1700 wandelte sich dann langsam in einen “Fulldresser”, aber dazu mehr auf >>der eigenen Seite<<.

BMW R850R

11/2014 bis 06/2015

Ende 2014 verspürte ich wieder dieses Kribbeln in den Fingern! Allerdings wollte ich jetzt wieder etwas flotter voran kommen. Das ist mit der VN1700 auf kurvigen Strecken kaum möglich. Zu schnell setzen in engen Kurven die Fußrasten auf! Allerdings wollte ich auf mein Dickschiff auch nicht verzichten. Sie ist nach wie vor der ganze Stolz und nach oben hin ist nicht mehr viel Luft! 

Es blieb also nur die Möglichkeit des Zweitmotorrades! Nach kurzen Verhandlungen gab die “Regierung” grünes Licht und ich entschied mich für eine BMW R850R, die ich in sehr gutem Pflegezustand mit 46.000km auf der Uhr für ganz kleines Geld erstehen konnte. Vorbesitzer war ein inzwischen 74-jähriger, der das Motorradfahren aufgegeben hatte.

Die 71PS bringen einen ausreichend voran und die Kurven lassen sich zügiger durchfahren.

Die Freude über dieses Motorrad währte nicht lange! Am 16.06.2015 wurde es bei einem Auffahrunfall von hinten getroffen und ging den Weg alles Irdischen - kompletter Totalschaden. Das erste Motorrad, dass ich nicht freiwillig abgegeben habe!

R1150R-01

BMW R1150R

Seit 06/2005

Da ich für die R850R einen Ersatz benötigte, fiel meine Wahl auf eine wunderschöne R1150R, die erst 16.880 km auf dem Tacho hat. Liebevoll gepflegt und obwohl sie schon 13 Jahre alt ist, wie frisch aus dem Laden aussieht. Der Motor hat deutlich mehr Druck als der der R850R. Hubraum ist eben durch nichts zu ersetzen!

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